Gedankengut mal anders.

Der alltägliche Wahnsinn.
 

Meta





 

Die Ruhe beim Sturm.

Ich habe keine Angst vor Gewitter. Mir kann er ja nicht schaden. Denn wann immer ein Unwetter herrscht, wird mir bewusst, wie sicher ich lebe. Nicht nur, dass ich ein Dach über dem Kopf habe, das mich vor dem Regen und den Blitzen schützt, es spendet mir Wärme und vorallem Geborgenheit.

Die Geborgenheit ist allerdings viel eher in meiner Gedankenwelt zu finden. Ich erinnere mich dann gerne an meine Kindheitstage zurück, an denen ich behütet zwischen meinen Eltern saß und von der Wohnzimmercouch aus den Himmel und sein Untreiben beobachtete. Ein Sturm bewirkt Ruhe. Nicht nur in mir drin, sondern auch auf den Straßen. Bis auf den Regen, das Donnern und das Aufhellen des Himmels durch die Blitze, gibt es keine Regung auf der Welt. Jedenfalls nicht dort wo ich lebe. Mir ist bewusst, dass es sicherlich viele Orte gibt, an denen noch sehr viel Trubel ist, wann immer ein Gewitter den Himmer ziert, aber da möchte ich eh nicht leben. Es ist schon seltsam, dass ich mich gerade dann geborgen fühle, wenn ich eine solche Naturgewalt beobachten kann.


Meine Mutter ist da ganz anders. Sie rannte schon immer gerne durch alle Zimmer und musste jedes Haushaltsgerät vom Strom nehmen, weil sie Angst davor hatte, dass diese kaputt gehen, wenn mal ein Blitz bei uns einschlagen sollte (das ist bisher aber nie geschehen). Was auch der Grund dafür war, dass bei uns zu der Zeit kein Fernseher lief und wir uns mit Gemeinschafts- und Familienspielen die Zeit vertrieben haben. Gelacht haben wir immer, gestritten haben wir uns nie. Wir waren fast schon wie eine Bilderbuchfamilie - aber eben immer nur dann, wenn ein Sturm an uns vorbeizog.


Ich denke gerne an diese Tage zurück.

13.9.11 19:41

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