Gedankengut mal anders.

Der alltägliche Wahnsinn.
 

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Widder.

Ich glaube nicht an das, was in Horoskopen steht. Allerdings fürchte ich, dass einiges, was wir den verschiedenen Sternzeichen zuschreiben, durchaus so stimmt wie es beschrieben wird. Ich bin ein Sturkopf. Das weiß jeder, der mich kennt. Im Leben hat es mir aber nur selten geholfen. Meistens darf ich mir von den anderen anhören, dass ich doch nicht so stur sein soll. Dabei finde ich das seltsam. Ich habe Prinzipien, Werte und ein gesundes, moralisches Empfinden. Wieso also sollte ich nicht dafür einstehen, was mir wichtig ist? Wenn ich alles mit mir machen lasse und nach einer gewissen Zeit, wenn "Gras über die Sache gewachsen ist" (wann auch immer das sein soll), wieder so tue, als sei nie etwas geschehen, ist es dann nicht so, als gäbe ich meinem Gegenüber die Absolution für sein Handeln, egal wie falsch und ungerecht es war? Es heißt ja, man solle vergeben und vergessen. Ich kann vergeben, wenn man mich um Vergebung bittet. Und ich kann vergessen, wenn ich jemandem vergeben habe. Nur leider funktioniert das eine ohne dem anderen nicht.

Und dann schiebt man das alles gerne auf das Sternzeichen. "Du bist ein Sturkopf. Aber du bist ja auch ein Widder," heißt es dann.


Ich verstehe das nicht. Denn im Endeffekt heißt das doch, dass man für seinen Charakterzug nichts kann, weil irgendwo geschrieben steht, dass ein Widder ein Sturkopf sein soll. Aber im gleichen Atemzug wird von einem verlangt, dass man kein Sturkopf sein soll. Je länger ich darüber nachdenke, desto eher verwirrt es mich. Verkehrte Welt.


Zwar habe ich im Leben durch meine Sturheit viele Bekannte verloren und sogar Freundschaften beendet, aber am Ende des Tages kann ich zumindest mit reinem Gewissen in den Spiegel schauen. Eine handvoll Menschen bleibt mir immer. Und nur auf sie kommt es an.

15.9.11 21:09

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