Gedankengut mal anders.

Der alltägliche Wahnsinn.
 

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Schlafstörungen.

Als ich 12 war, fing es an, dass ich nachts nicht mehr durchschlafen konnte. Von heute auf morgen wechselte einfach meine Schlafgewohnheit, ohne dass es einen triftigen Grund dafür gab. Heute bin ich 24 Jahre alt und habe mich längst damit abgefunden. Manchmal schlaucht es mich, wenn ich morgens aufwache und müder bin, als zu dem Zeitpunkt, an dem ich eingeschlafen bin, aber in der Regel verfliegt diese Energielosigkeit dank dem Stress des Alltags. von 0 auf 100 in 1 1/2 Stunden. Das ist die Zeit, die ich brauche um von meinem Bett zum Arbeitsplatz zu gelangen.

Die Art meiner Schlaflosigkeit wechselt oft. Manchmal habe ich Probleme einzuschlafen und liege dann lange wach, obwohl mir die Augen vor Müdigkeit schon schmerzen. Das ist in der Regel ein Problem, weil mir dann immer die Gedanken durch den Kopf laufen, die ich sonst gerne verdränge. Meistens schlafe ich dann zwischen 2 und 4 Uhr ein. Dann gibt es andere Nächte, in denen ich öfters in der Nacht für einen kurzen Moment wach werde und mich im Bett wälze, ehe ich wieder für einige Minuten oder Stunden Schlaf finde. Am schlimmsten finde ich es jedoch, wenn ich nachts wach werde und auf biegen und brechen nicht einschlafen kann. Dann bin ich hellwach und obgleich ich im Bett liege und die Decke anstarre, einschlafen kann ich leider erstmal nicht. Nach einigen Stunden in denen ich gequälterweise wach bin, schlafe ich dann glücklicherweise doch wieder ein... leider meistens eine Stunde bevor mein Wecker klingelt. Ziemlich ätzend.

Wenn ich Freunden oder Familienmitgliedern darüber berichte, dann ist ihr erster Rat: "Geh doch zum Arzt." Natürlich kann ich damit zum Arzt gehen. Aber ich kann es auch sein lassen. Ich weiß nicht, wie dieser mir helfen könnte, außer mit irgendwelchen Schlaftabletten oder Therapiestunden. Diese sind, mal ganz nebenbei gemerkt, ziemlich unsinnig - zumindest in meinem Fall. Wenn mich jemand fragt: "Hast du seelische Probleme?" dann antworte ich mit: "Klar. Du etwa nicht?" In unserem Leben gibt es doch nur Stress und Probleme und glückliche Momente gibt es viel zu wenige. Dass sich dies früher oder später auf die Psyche auswirkt ist doch kein Geheimnis. Die Frage ist lediglich wie sehr es einen runterzieht. Aber mit 12 Jahren hatte ich das alles nicht. Wieso also zum Therapeuten gehen, außer zu dem einen Zwecke, ihm mein Geld in den Rachen zu werfen?

15.12.11 19:54

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


brains death / Website (15.12.11 20:36)
Ich kenn diesen Mist mit dem Schlafen bzw. Nicht-Schlafen... also wenn dir abends vllt zuviel im Kopf rumschwirrt, was ja schon vom Entspannen abhält, hilfts manchmal einfach alles aufschreiben, was einem gerade in den Sinn kommt. Hemmungslos raus damit. Auf diese Weise kann der Kopf erkennen "Okay, keiner dieser Gedanken wird morgen vergessen sein, ich kann mich dem ein ander Mal widmen." ~


anenzephalus (18.12.11 22:01)
Klingt nach einer guten Idee. Ich werde es einmal ausprobieren. Danke dir.

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